Strategien zur Absicherung und Resilienz bei geopolitischen Risiken
Band 11 der Reihe »Finanzen im Leben« behandelt eine Frage, die spätestens seit 2020 niemanden mehr kalt lässt: Wie investiere ich, wenn die Welt in Bewegung gerät? Frank Heisler analysiert geopolitische Risiken, Krisenherde und ihre Auswirkungen auf Finanzmärkte – und liefert konkrete Schutzstrategien für ein antifragiles Vermögen.
Im Zentrum steht die These, dass Schweizer Anleger durch ihren stabilen Heimatmarkt einen strategischen Vorteil haben – aber genau diesen Vorteil oft nicht systematisch nutzen. Heisler beleuchtet, wie aktuelle Krisen (Krieg in Europa, Energiekrise, Inflation, geopolitische Verschiebungen Asien-USA) die persönlichen Finanzen beeinflussen und welche Anlagestrategien tatsächlich Schutz bieten – statt nur Schutz zu versprechen.
Das Buch ist kein Crashpropheten-Werk, sondern eine nüchterne Analyse mit konkreten Handlungsempfehlungen. Heisler unterscheidet bewusst zwischen Risiken, die ignoriert werden können, und solchen, die strukturelle Anpassungen im Portfolio erfordern.
Krisenherde
im Detail analysiert
Seiten Krisenstrategie
Schweizer Franken
als sicherer Hafen
Jahre Beratungserfahrung
Geopolitische Lagen verändern sich schnell. Die im Buch beschriebenen Krisenherde sind aktuell zum Erscheinungsdatum (August 2024). Die zugrunde liegenden Strategien zur Resilienz – Diversifikation, Liquidität, antifragile Strukturen – sind dagegen langfristig gültig.
Die Hauptkapitel von Band 11 im Überblick.
Die zentralen Argumentationslinien des Buches – verdichtet auf sieben Aussagen.
Im 21. Jahrhundert hatten wir bereits Dotcom-Crash, 9/11, Finanzkrise, Eurokrise, Brexit, Pandemie, Ukraine-Krieg, Inflationsschock. Wer Krisen als Ausnahme plant, plant systematisch falsch.
Wer in der Krise alles verkauft und auf das Konto legt, verliert in der Regel doppelt: einmal durch realisierte Verluste, einmal durch verpasste Erholung. Statistisch erfolgt die stärkste Erholung in den 20 Tagen nach dem Tief.
Wer 100 Prozent in westliche Märkte investiert, ist trotz Aktien-/Anleihen-Mix nicht diversifiziert. Echte geopolitische Diversifikation umfasst Schwellenländer, alternative Reservewährungen und unkorrelierte Anlageklassen.
Schweizer Anleger geniessen einen Stabilitätsanker, der vielen anderen Investoren fehlt. Aber: Übergewichtung des Heimatmarkts kostet Diversifikation. Die richtige Balance ist die Kunst.
Robuste Portfolios überstehen Krisen unverändert. Antifragile Portfolios profitieren von Krisen. Der Unterschied liegt in der bewussten Allokation kleiner, asymmetrischer Wetten gegen Konsens.
Wer in der Krise kaufen kann, hat einen riesigen Vorteil. Das setzt aber Liquidität voraus – die in normalen Zeiten Rendite kostet. Die strategische Frage: Wie viel Cash ist die Krisenoption wert?
Wer ständig den Crash vorhersagt, hat irgendwann statistisch recht – aber meist zu spät, zu früh oder am falschen Markt. Resilienz baut nicht auf Vorhersagen, sondern auf Strukturen.
Aus Kapitel 5: Geopolitische Risiken
Es gibt einen Moment, den ich aus 15 Jahren Beratungspraxis gut kenne: Ein Klient ruft an, in der Stimme die kontrollierte Panik eines Erwachsenen, der seine Welt zum ersten Mal wirklich kippeln sieht. Es war 2008, es war 2020, es war 2022 – und es wird in zwei, drei oder fünf Jahren wieder so sein.
Die Frage ist nie: 'Wann kommt die nächste Krise?' Sondern: 'Wie habe ich mich darauf vorbereitet?' Wer die erste Frage stellt, hat schon verloren. Wer die zweite Frage in ruhigen Zeiten beantwortet, gewinnt – nicht, weil er Krisen vorhersagt, sondern weil er Strukturen geschaffen hat, die auch dann tragen, wenn die Welt aus den Fugen gerät.
Ich verwende den Begriff 'antifragil' bewusst, nicht 'krisensicher'. Krisensicher bedeutet, dass etwas Krisen übersteht – ohne grossen Schaden, aber auch ohne Vorteil. Antifragil bedeutet, dass es durch Krisen gestärkt wird. Das ist ein Konzept des libanesisch-amerikanischen Mathematikers Nassim Taleb, und es lässt sich auf private Vermögen anwenden – wenn man bereit ist, in ruhigen Zeiten Renditeverzicht für Krisenoptionen einzukaufen.
Konkret bedeutet das: Ein antifragiles Schweizer Portfolio hat typischerweise drei Schichten. Eine grosse Basis aus stabilen, breit diversifizierten Anlagen (60–70 Prozent). Eine mittlere Schicht aus konservativeren Werten – Cash, kurzlaufende Anleihen, vielleicht Edelmetalle (20–25 Prozent). Und eine kleine Schicht aus asymmetrischen Wetten gegen Konsens – Sektoren, Märkte oder Strukturen, die in Krisen profitieren (5–15 Prozent). Wer diese Struktur jahrzehntelang durchhält, wird nicht nur Krisen überstehen, sondern aus ihnen reicher hervorgehen.
[Auszug aus Kapitel 5. Das vollständige Buch enthält detaillierte Analysen aktueller geopolitischer Risiken und konkrete Portfolio-Beispiele für unterschiedliche Risikoprofile.]
Das Buch ist besonders relevant für:
Sie wollen Ihr Vermögen vor systemischen Risiken schützen, ohne zur Crashprophet-Hysterie zu verfallen. Heisler gibt Ihnen die Werkzeuge für nüchterne Krisenvorbereitung.
Sie verstehen, dass Geopolitik längst zur zentralen Anlagedimension geworden ist. Das Buch übersetzt Schlagzeilen in konkrete Portfolio-Konsequenzen.
Sie haben über Jahre angespart und fragen sich, wie Sie das Vermögen gegen Inflation, Krieg und Bargeldreformen schützen. Ohne in Goldbarren-Bunker-Logik zu verfallen.
Sie suchen einen strukturierten Rahmen für Krisengespräche mit Klienten – jenseits von Beruhigungs-Floskeln und Crash-Apokalyptik.
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Band 11.
Nein. Es ist eine nüchterne Analyse von Krisendynamiken und konkreten Schutzstrategien. Heisler unterscheidet bewusst zwischen Risiken, die ignoriert werden können, und solchen, die strukturelle Portfolio-Anpassungen erfordern.
Statistisch ist das die schlechteste Strategie. Wer in Krisen panisch verkauft, verliert in der Regel doppelt: durch realisierte Verluste und durch verpasste Erholungen. Das Buch zeigt, wie man strukturell vorbereitet ist – statt reaktiv zu handeln.
Es kommt auf die Funktion an. Als Krisenversicherung sind 5–10 Prozent oft sinnvoll. Als Anlage zum Vermögensaufbau ist Gold ungeeignet (keine Cashflows). Das Buch erklärt, wann Edelmetalle Sinn ergeben und wann nicht.
Historisch ja – der CHF hat in praktisch jeder grossen Krise der letzten Jahrzehnte aufgewertet. Aber: Das ist kein Naturgesetz. Die Übergewichtung des Heimatmarkts hat Kosten, die mit dem Schutz abgewogen werden müssen.
Eine Portfolio-Struktur, die durch Krisen gestärkt wird. Konkret: Eine breit diversifizierte Basis (60–70%), eine konservative Mittelschicht (20–25%) und eine kleine Schicht mit asymmetrischen Wetten gegen Konsens (5–15%). Das Buch erklärt das Konzept und seine praktische Umsetzung.
Ja, in einem eigenen Abschnitt. Heislers Position ist nuanciert: Bitcoin und andere Kryptowährungen können Teil einer Diversifikationsstrategie sein – aber nicht als 'Krisengold 2.0', sondern als asymmetrische Wette mit klar begrenzter Allokation.
Band 11 fokussiert auf externe Risiken (Geopolitik, Krisen, Inflation), Band 13 auf systemische Risiken des Bankensystems selbst. Beide ergänzen sich für ein vollständiges Bild der Schutzstrategien.
Schweizer Finanz- und Vorsorgeberater, Buchautor und Gründer der UFP GmbH (Unique Finance Planning) in Baar, Kanton Zug. Über 15 Jahre Beratungspraxis. Verbindet klassische Finanzplanung mit Entscheidungspsychologie und ganzheitlicher Lebensphasenbetrachtung.
Beruflicher Werdegang: Ausbildung als Elektriker, Datenverarbeitungskaufmann, Studiengänge an Schweizer Fachhochschulen, Tätigkeit in Schweizer Banken und der IT-Branche, seit 2010 selbstständiger Finanz- und Vorsorgeberater.
Werk: Autor von 19 Finanzbüchern – der 17-bändigen Reihe »Finanzen im Leben« sowie zwei Standalone-Werken aus 2025.
LinkedIn-ProfilDie Themen aus diesem Buch lassen sich am besten in einem persönlichen Gespräch auf Ihre Situation anwenden. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch.