Finanzen, Wohlbefinden und mehr – Familienplanung mit Schweizer Bezug
Band 10 der Reihe »Finanzen im Leben« behandelt eine der grössten finanziellen Lebensentscheidungen, die meist ohne strukturierte Planung getroffen wird: Familiengründung. Frank Heisler liefert das Werkzeug, das werdende und junge Eltern in der Schweiz brauchen – von der finanziellen Vorbereitung über häufigste Fehler bis zur langfristigen Sicherheit für Kinder.
Der Schweizer Bezug ist konkret: Familienzulagen, Mutterschaftsurlaub (14 Wochen mit 80% Erwerbsersatz), Vaterschaftsurlaub (zwei Wochen seit 2021), Elternzeit-Modelle, Kinderbetreuungs-Realität (KITA-Plätze und ihre Kosten), kantonale Unterschiede bei Familienzulagen. Heisler verbindet diese Faktenbasis mit der emotionalen Realität junger Eltern.
Im Zentrum steht die These, dass Familienfinanzen Paarfinanzen plus Kinderkosten sind – und dass die häufigsten finanziellen Fehler werdender Eltern in den ersten 18 Monaten geschehen, bevor die Kosten überhaupt eskalieren. Wer das Muster kennt, kann es vermeiden.
Seiten Familienplanung
Wochen
Mutterschaftsurlaub CH
Wochen
Vaterschaftsurlaub CH
Kantonale Unterschiede
bei Familienzulagen
Familienzulagen, Mutterschaftsurlaub und Kinderbetreuungskosten variieren in der Schweiz stark nach Kanton, Arbeitgeber und Lebenssituation. Die im Buch genannten Beträge sind aktuell zum Erscheinungsdatum (Juni 2024). Konkrete Planung sollte mit aktuellen kantonalen und arbeitgeberspezifischen Werten erfolgen.
Die Hauptkapitel von Band 10 im Überblick.
Die zentralen Argumentationslinien des Buches – verdichtet auf sieben Aussagen.
Realistische Schätzungen: 800–1.500 Franken pro Monat pro Kind, plus Wohnraum-Mehrkosten. Über 18 Jahre summiert sich das auf 200.000–350.000 Franken pro Kind – ohne Studium.
Die 14 Wochen Mutterschaftsurlaub mit 80% Erwerbsersatz decken einen kleinen Teil der Realität ab. Was danach kommt – Pensumsreduktion, Karriereeinschnitt, KITA-Kosten – ist meist nicht im Bewusstsein.
Wer ein Kind plant, ohne Paarfinanzen geklärt zu haben, vergrössert nur das ungelöste Problem. Klärung der Paarfinanzen ist Vorbedingung – nicht Folge.
Viele Familien sparen für die Ausbildung der Kinder, vernachlässigen aber die eigene Vorsorge. Das ist langfristig destruktiv: Erwachsene Kinder mit verarmten Eltern werden selbst belastet.
Was wirklich wichtig ist: Risikolebensversicherung für die Eltern (Schutz der Kinder im Todesfall). Was meist verkauft wird: Sparlebensversicherungen für Kinder (überteuert, unflexibel).
Mieten oder Kaufen, Stadt oder Land, kleine oder grosse Wohnung – diese Entscheidungen prägen Familien-Finanzen mehr als alle anderen. Sie sollten nicht aus Bauch-Entscheidungen folgen.
Kinder, die mit 10 Jahren ein eigenes Sparkonto verstehen, mit 14 ein Budget führen, mit 18 eine Anlagestrategie kennen, sind als Erwachsene strukturell im Vorteil. Diese Bildung beginnt zu Hause.
Aus Kapitel 4: Häufigste finanzielle Fehler werdender Eltern
Die ersten 18 Monate nach der Geburt eines Kindes sind eine finanzielle Risikozone, die in keinem Ratgeber so klar benannt wird, wie sie es verdient. Was meine Klientinnen und Klienten in dieser Zeit oft tun, ist eine merkwürdige Mischung aus Übervorsicht in unwichtigen Dingen und Sorglosigkeit in wichtigen.
Die Übervorsicht trifft typischerweise die Babyausstattung. Drei verschiedene Tragetücher, weil das eine vielleicht doch nicht passt. Ein hochwertiger Kinderwagen für 2.500 Franken, weil das Kind ja sicher sein muss. Markenkleidung in den Wachstumsphasen, in denen das Kind alle drei Monate eine neue Grösse braucht. All das sind Ausgaben, die emotional sinnvoll wirken, aber finanziell meist verzichtbar sind.
Die Sorglosigkeit trifft typischerweise die strukturellen Themen. Die Risikolebensversicherung wird nicht abgeschlossen, weil »wir sind doch jung und gesund«. Die Pensionskassen-Anwartschaften werden bei Pensumsreduktion nicht überprüft. Der Mutterschafts-Erwerbsersatz wird falsch beantragt oder zu spät optimiert. Die KITA-Kosten werden erst dann kalkuliert, wenn das erste Kind schon zwei Jahre alt ist – mit der bitteren Erkenntnis, dass das zweite Kind bei den aktuellen Kosten nicht mehr finanzierbar wäre.
Die korrekte Reihenfolge ist umgekehrt: zuerst die strukturellen Risiken absichern (Risikolebensversicherung beider Elternteile, Anpassung der Pensionskasse, klare Erwerbs- und Betreuungs-Planung), dann die laufenden Themen (KITA, Schulwahl, Wohnsituation), und erst zuletzt die Einmalkosten der Babyausstattung – die in der Realität meist auch durch Geschenke, Gebraucht-Käufe und Hand-me-downs gut zu bewältigen sind.
Wer dieses Reihenfolge-Prinzip befolgt, hat in den ersten 18 Monaten eines Kindes 80 Prozent der finanziellen Risiken im Griff. Wer es nicht befolgt, erlebt regelmässig den Moment, in dem die finanzielle Realität die emotionale Vorfreude einholt – meist im falschesten Moment.
[Auszug aus Kapitel 4. Das vollständige Buch listet die zehn häufigsten Fehler systematisch auf, mit Schweizer Praxisbeispielen und Vermeidungs-Strategien.]
Das Buch ist besonders relevant für:
Sie sind schwanger oder planen ein Kind. Heisler hilft Ihnen, die finanziellen Weichen vor der Geburt richtig zu stellen – nicht erst danach.
Ihr Kind ist da, aber die finanzielle Klarheit fehlt. Familienzulagen, KITA-Kosten, Pensumsplanung, Erwerbsersatz – alles auf einmal.
Sie bringen Kinder aus früheren Beziehungen mit. Die finanziellen und rechtlichen Komplikationen sind erheblich – und werden oft unterschätzt.
Ihr Kind hat eine Krankheit, Behinderung oder anderen besonderen Bedarf. Heisler behandelt die spezifischen finanziellen Aspekte – Versicherungen, IV, langfristige Planung.
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Band 10.
Realistische Schätzungen: 800–1.500 Franken pro Monat pro Kind, plus indirekte Kosten (Wohnraum-Mehrbedarf, Erwerbsausfall durch Pensumsreduktion). Über 18 Jahre summiert sich das auf 200.000–350.000 Franken – ohne Studium. Konkrete Zahlen variieren je nach Wohnort, Betreuungs-Modell und Lebensstil.
14 Wochen mit 80 Prozent Erwerbsersatz aus der Erwerbsersatzordnung (EO). Beginnt mit der Geburt. Der Vaterschaftsurlaub beträgt seit 2021 zwei Wochen, ebenfalls mit 80 Prozent Erwerbsersatz. Einige Arbeitgeber bieten zusätzliche Leistungen.
Familienzulagen werden pro Kind bezahlt: Kinderzulage (mindestens 200 CHF/Monat) und Ausbildungszulage (mindestens 250 CHF/Monat ab 16 Jahren). Konkrete Beträge und Bezugsbedingungen variieren stark nach Kanton.
Mehrere Optionen: separates Sparkonto für das Kind, Anlagefonds-Sparplan auf den Namen der Eltern (flexibler), Säule 3a auf den Namen des Kindes ab 18 Jahren. Wichtig: nicht zu Lasten der eigenen Vorsorge sparen.
Krankenversicherung ja (gesetzlich verpflichtend ab Geburt). Sonst: meistens nicht. Was wirklich nötig ist: Risikolebensversicherung für beide Elternteile, um das Kind im Todesfall finanziell abzusichern. Sparlebensversicherungen für Kinder sind in den meisten Fällen überflüssig.
Erst ab 18 Jahren möglich, wenn das Kind erwerbstätig wird. Vorher: kein Säule-3a-Konto. Wer früher für Kinder sparen will, nutzt freie Anlagekonten oder Anlagefonds-Sparpläne auf den eigenen Namen mit der Absicht, später zu schenken.
Alleinerziehende haben spezifische finanzielle Realitäten – höhere Belastung, oft tieferes Einkommen, eingeschränkte Karriere-Optionen. Das Buch behandelt das in einem eigenen Kapitel: Unterhaltsregelung, Familienzulagen für Alleinerziehende, Steueroptimierung, Vorsorge-Ausgleich nach Scheidung.
Schweizer Finanz- und Vorsorgeberater, Buchautor und Gründer der UFP GmbH (Unique Finance Planning) in Baar, Kanton Zug. Über 15 Jahre Beratungspraxis. Verbindet klassische Finanzplanung mit Entscheidungspsychologie und ganzheitlicher Lebensphasenbetrachtung.
Beruflicher Werdegang: Ausbildung als Elektriker, Datenverarbeitungskaufmann, Studiengänge an Schweizer Fachhochschulen, Tätigkeit in Schweizer Banken und der IT-Branche, seit 2010 selbstständiger Finanz- und Vorsorgeberater.
Werk: Autor von 19 Finanzbüchern – der 17-bändigen Reihe »Finanzen im Leben« sowie zwei Standalone-Werken aus 2025.
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