Buchreihe »Finanzen im Leben«

Finanzen im Leben 10: Elternsein umfassend planen

Finanzen, Wohlbefinden und mehr – Familienplanung mit Schweizer Bezug

Von Frank Heisler, Finanz- & Vorsorgeberater · UFP GmbH, Baar Erschienen 1. Juni 2024 ISBN 9798327225695
Cover Finanzen im Leben Band 10 – Elternsein umfassend planen von Frank Heisler
Autor
Frank Heisler
Reihe
Finanzen im Leben (Band 10)
Erschienen
1. Juni 2024
ISBN
9798327225695
Seiten
232
Sprache
Deutsch
Verlag
UFP GmbH (Selbstverlag)

Worum es in diesem Buch geht

Band 10 der Reihe »Finanzen im Leben« behandelt eine der grössten finanziellen Lebensentscheidungen, die meist ohne strukturierte Planung getroffen wird: Familiengründung. Frank Heisler liefert das Werkzeug, das werdende und junge Eltern in der Schweiz brauchen – von der finanziellen Vorbereitung über häufigste Fehler bis zur langfristigen Sicherheit für Kinder.

Der Schweizer Bezug ist konkret: Familienzulagen, Mutterschaftsurlaub (14 Wochen mit 80% Erwerbsersatz), Vaterschaftsurlaub (zwei Wochen seit 2021), Elternzeit-Modelle, Kinderbetreuungs-Realität (KITA-Plätze und ihre Kosten), kantonale Unterschiede bei Familienzulagen. Heisler verbindet diese Faktenbasis mit der emotionalen Realität junger Eltern.

Im Zentrum steht die These, dass Familienfinanzen Paarfinanzen plus Kinderkosten sind – und dass die häufigsten finanziellen Fehler werdender Eltern in den ersten 18 Monaten geschehen, bevor die Kosten überhaupt eskalieren. Wer das Muster kennt, kann es vermeiden.

232

Seiten Familienplanung

14

Wochen
Mutterschaftsurlaub CH

2

Wochen
Vaterschaftsurlaub CH

CHF

Kantonale Unterschiede
bei Familienzulagen

Hinweis

Familienzulagen, Mutterschaftsurlaub und Kinderbetreuungskosten variieren in der Schweiz stark nach Kanton, Arbeitgeber und Lebenssituation. Die im Buch genannten Beträge sind aktuell zum Erscheinungsdatum (Juni 2024). Konkrete Planung sollte mit aktuellen kantonalen und arbeitgeberspezifischen Werten erfolgen.

Inhaltsverzeichnis

Die Hauptkapitel von Band 10 im Überblick.

  1. Einführung – Familie als finanzielle Lebensentscheidung
  2. Emotionsgeladene Darstellung der Elternschaft – Was Statistiken nicht zeigen
  3. Aufruf zur gemeinsamen Finanzplanung – Warum Familien-Finanzen Paar-Finanzen sind
  4. Häufigste finanzielle Fehler werdender Eltern – Die ersten 18 Monate als Risikozone
  5. Grundlagen der Familienfinanzen – Vom Paar-Budget zum Familien-Budget
  6. Finanzielle Vorbereitung auf die Geburt – Was wirklich nötig ist – und was Marketing
  7. Schweizer Familienzulagen – Kantonale Unterschiede und ihre Implikationen
  8. Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub – Rechtliche Realität in der Schweiz
  9. KITA, Tagesmütter, Tagesschule – Kostenstrukturen und Strategien
  10. Übersicht von Abhängigkeiten und Auswirkungen – Wie eine Entscheidung andere prägt
  11. Nachhaltige Finanzplanung für die Zukunft – Vom Babykosten zum Studienfonds
  12. Finanzielle Planung für spezielle Bedürfnisse – Krankheit, Behinderung, Alleinerziehende
  13. Vermögensaufbau für Kinder – Sparpläne, Säule 3a für Volljährige, Bildungs-Fonds
  14. Finanzielle Bildung der eigenen Kinder – Was wann wie vermitteln

Sieben Kernthesen aus Band 10

Die zentralen Argumentationslinien des Buches – verdichtet auf sieben Aussagen.

1. Kinder kosten in der Schweiz mehr, als die meisten kalkulieren

Realistische Schätzungen: 800–1.500 Franken pro Monat pro Kind, plus Wohnraum-Mehrkosten. Über 18 Jahre summiert sich das auf 200.000–350.000 Franken pro Kind – ohne Studium.

2. Mutterschaftsurlaub ist nur der Anfang

Die 14 Wochen Mutterschaftsurlaub mit 80% Erwerbsersatz decken einen kleinen Teil der Realität ab. Was danach kommt – Pensumsreduktion, Karriereeinschnitt, KITA-Kosten – ist meist nicht im Bewusstsein.

3. Familienfinanzen sind Paarfinanzen plus Kinderkosten

Wer ein Kind plant, ohne Paarfinanzen geklärt zu haben, vergrössert nur das ungelöste Problem. Klärung der Paarfinanzen ist Vorbedingung – nicht Folge.

4. Kindersparpläne sollten nicht beim Kind enden

Viele Familien sparen für die Ausbildung der Kinder, vernachlässigen aber die eigene Vorsorge. Das ist langfristig destruktiv: Erwachsene Kinder mit verarmten Eltern werden selbst belastet.

5. Versicherungen für Kinder werden meist falsch priorisiert

Was wirklich wichtig ist: Risikolebensversicherung für die Eltern (Schutz der Kinder im Todesfall). Was meist verkauft wird: Sparlebensversicherungen für Kinder (überteuert, unflexibel).

6. Wohnsituation entscheidet über finanzielle Realität

Mieten oder Kaufen, Stadt oder Land, kleine oder grosse Wohnung – diese Entscheidungen prägen Familien-Finanzen mehr als alle anderen. Sie sollten nicht aus Bauch-Entscheidungen folgen.

7. Frühe finanzielle Bildung der Kinder zahlt sich aus

Kinder, die mit 10 Jahren ein eigenes Sparkonto verstehen, mit 14 ein Budget führen, mit 18 eine Anlagestrategie kennen, sind als Erwachsene strukturell im Vorteil. Diese Bildung beginnt zu Hause.

Leseprobe

Aus Kapitel 4: Häufigste finanzielle Fehler werdender Eltern

Die ersten 18 Monate nach der Geburt eines Kindes sind eine finanzielle Risikozone, die in keinem Ratgeber so klar benannt wird, wie sie es verdient. Was meine Klientinnen und Klienten in dieser Zeit oft tun, ist eine merkwürdige Mischung aus Übervorsicht in unwichtigen Dingen und Sorglosigkeit in wichtigen.

Die Übervorsicht trifft typischerweise die Babyausstattung. Drei verschiedene Tragetücher, weil das eine vielleicht doch nicht passt. Ein hochwertiger Kinderwagen für 2.500 Franken, weil das Kind ja sicher sein muss. Markenkleidung in den Wachstumsphasen, in denen das Kind alle drei Monate eine neue Grösse braucht. All das sind Ausgaben, die emotional sinnvoll wirken, aber finanziell meist verzichtbar sind.

Die Sorglosigkeit trifft typischerweise die strukturellen Themen. Die Risikolebensversicherung wird nicht abgeschlossen, weil »wir sind doch jung und gesund«. Die Pensionskassen-Anwartschaften werden bei Pensumsreduktion nicht überprüft. Der Mutterschafts-Erwerbsersatz wird falsch beantragt oder zu spät optimiert. Die KITA-Kosten werden erst dann kalkuliert, wenn das erste Kind schon zwei Jahre alt ist – mit der bitteren Erkenntnis, dass das zweite Kind bei den aktuellen Kosten nicht mehr finanzierbar wäre.

Die korrekte Reihenfolge ist umgekehrt: zuerst die strukturellen Risiken absichern (Risikolebensversicherung beider Elternteile, Anpassung der Pensionskasse, klare Erwerbs- und Betreuungs-Planung), dann die laufenden Themen (KITA, Schulwahl, Wohnsituation), und erst zuletzt die Einmalkosten der Babyausstattung – die in der Realität meist auch durch Geschenke, Gebraucht-Käufe und Hand-me-downs gut zu bewältigen sind.

Wer dieses Reihenfolge-Prinzip befolgt, hat in den ersten 18 Monaten eines Kindes 80 Prozent der finanziellen Risiken im Griff. Wer es nicht befolgt, erlebt regelmässig den Moment, in dem die finanzielle Realität die emotionale Vorfreude einholt – meist im falschesten Moment.

[Auszug aus Kapitel 4. Das vollständige Buch listet die zehn häufigsten Fehler systematisch auf, mit Schweizer Praxisbeispielen und Vermeidungs-Strategien.]

Für wen dieses Buch geschrieben ist

Das Buch ist besonders relevant für:

Werdende Eltern

Sie sind schwanger oder planen ein Kind. Heisler hilft Ihnen, die finanziellen Weichen vor der Geburt richtig zu stellen – nicht erst danach.

Junge Eltern in der Schweiz

Ihr Kind ist da, aber die finanzielle Klarheit fehlt. Familienzulagen, KITA-Kosten, Pensumsplanung, Erwerbsersatz – alles auf einmal.

Patchwork-Familien

Sie bringen Kinder aus früheren Beziehungen mit. Die finanziellen und rechtlichen Komplikationen sind erheblich – und werden oft unterschätzt.

Eltern mit besonderen Bedürfnissen

Ihr Kind hat eine Krankheit, Behinderung oder anderen besonderen Bedarf. Heisler behandelt die spezifischen finanziellen Aspekte – Versicherungen, IV, langfristige Planung.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Band 10.

Wie viel kostet ein Kind in der Schweiz?

Realistische Schätzungen: 800–1.500 Franken pro Monat pro Kind, plus indirekte Kosten (Wohnraum-Mehrbedarf, Erwerbsausfall durch Pensumsreduktion). Über 18 Jahre summiert sich das auf 200.000–350.000 Franken – ohne Studium. Konkrete Zahlen variieren je nach Wohnort, Betreuungs-Modell und Lebensstil.

Wie lange ist Mutterschaftsurlaub in der Schweiz?

14 Wochen mit 80 Prozent Erwerbsersatz aus der Erwerbsersatzordnung (EO). Beginnt mit der Geburt. Der Vaterschaftsurlaub beträgt seit 2021 zwei Wochen, ebenfalls mit 80 Prozent Erwerbsersatz. Einige Arbeitgeber bieten zusätzliche Leistungen.

Was sind Familienzulagen und wie hoch sind sie?

Familienzulagen werden pro Kind bezahlt: Kinderzulage (mindestens 200 CHF/Monat) und Ausbildungszulage (mindestens 250 CHF/Monat ab 16 Jahren). Konkrete Beträge und Bezugsbedingungen variieren stark nach Kanton.

Wie spare ich für die Ausbildung der Kinder?

Mehrere Optionen: separates Sparkonto für das Kind, Anlagefonds-Sparplan auf den Namen der Eltern (flexibler), Säule 3a auf den Namen des Kindes ab 18 Jahren. Wichtig: nicht zu Lasten der eigenen Vorsorge sparen.

Brauchen Kinder eine eigene Versicherung?

Krankenversicherung ja (gesetzlich verpflichtend ab Geburt). Sonst: meistens nicht. Was wirklich nötig ist: Risikolebensversicherung für beide Elternteile, um das Kind im Todesfall finanziell abzusichern. Sparlebensversicherungen für Kinder sind in den meisten Fällen überflüssig.

Säule 3a für Kinder?

Erst ab 18 Jahren möglich, wenn das Kind erwerbstätig wird. Vorher: kein Säule-3a-Konto. Wer früher für Kinder sparen will, nutzt freie Anlagekonten oder Anlagefonds-Sparpläne auf den eigenen Namen mit der Absicht, später zu schenken.

Was, wenn ich getrennt bin oder werde?

Alleinerziehende haben spezifische finanzielle Realitäten – höhere Belastung, oft tieferes Einkommen, eingeschränkte Karriere-Optionen. Das Buch behandelt das in einem eigenen Kapitel: Unterhaltsregelung, Familienzulagen für Alleinerziehende, Steueroptimierung, Vorsorge-Ausgleich nach Scheidung.

Über den Autor

FH

Frank Heisler

Schweizer Finanz- und Vorsorgeberater, Buchautor und Gründer der UFP GmbH (Unique Finance Planning) in Baar, Kanton Zug. Über 15 Jahre Beratungspraxis. Verbindet klassische Finanzplanung mit Entscheidungspsychologie und ganzheitlicher Lebensphasenbetrachtung.

Beruflicher Werdegang: Ausbildung als Elektriker, Datenverarbeitungskaufmann, Studiengänge an Schweizer Fachhochschulen, Tätigkeit in Schweizer Banken und der IT-Branche, seit 2010 selbstständiger Finanz- und Vorsorgeberater.

Werk: Autor von 19 Finanzbüchern – der 17-bändigen Reihe »Finanzen im Leben« sowie zwei Standalone-Werken aus 2025.

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