Buchreihe »Finanzen im Leben«

Finanzen im Leben 4: Frauen und finanzielle Eigenverantwortung

Finanzplanung aus weiblicher Perspektive – Selbstbestimmung statt vorgeschobene Begründungen

Von Frank Heisler, Finanz- & Vorsorgeberater · UFP GmbH, Baar Erschienen 22. Juni 2024 ISBN 9798329090093
Cover Finanzen im Leben Band 4 – Frauen und finanzielle Eigenverantwortung von Frank Heisler
Autor
Frank Heisler
Reihe
Finanzen im Leben (Band 4)
Erschienen
22. Juni 2024
ISBN
9798329090093
Seiten
248
Sprache
Deutsch
Verlag
UFP GmbH (Selbstverlag)

Worum es in diesem Buch geht

Band 4 der Reihe »Finanzen im Leben« ist ein umfassender Leitfaden für Frauen, die ihre Sicht auf Finanzmanagement grundlegend verändern wollen. Frank Heisler entkräftet vorgeschobene Begründungen, warum Frauen die Finanzen anderen überlassen, und liefert Werkzeuge zur finanziellen Selbstbestimmung – ohne Klischees, mit klarem Schweizer Bezug.

Das Buch nimmt strukturelle Unterschiede ernst: Frauen haben in der Schweiz spezifische Vorsorge-Lücken, die durch Erwerbsunterbrüche, Teilzeitarbeit und tiefere Einkommen entstehen. Die AHV-Reform mit Rente 65 verschiebt zusätzliche Lasten in die Zukunft. Heisler zeigt, wie Frauen diese strukturellen Nachteile erkennen und gezielt kompensieren können.

Im Zentrum stehen finanzielle Bildung als Schlüssel zur Eigenständigkeit, das Klären von Geldfragen in Beziehungen und der Aufbau finanzieller Gesundheit. Mit Praxisbeispielen, Werkzeugen und einer klaren Botschaft: Finanzielle Eigenverantwortung ist nicht verhandelbar.

248

Seiten Praxiswissen

3

Schweizer Vorsorge-Säulen
aus Frauensicht

65

AHV-Reform
Rente 65 für Frauen

15+

Jahre Beratungserfahrung

Hinweis

Das Buch behandelt strukturelle Unterschiede zwischen Frauen- und Männer-Finanzen sachlich, ohne Stereotype. Wer Klischees erwartet (positive oder negative), wird enttäuscht. Heisler argumentiert auf Basis von Schweizer Statistiken und 15 Jahren Beratungspraxis.

Inhaltsverzeichnis

Die Hauptkapitel von Band 4 im Überblick.

  1. Vorwort – Warum dieses Buch von einem Mann geschrieben wird
  2. Beginnen Sie Ihre finanzielle Zukunft als Frau – Der erste Schritt zur Eigenverantwortung
  3. Finanzielle Bildung – Schlüssel zur erfolgreichen Reise – Was wirklich wichtig ist
  4. Warum finanzielle Bildung wichtig ist – Die strukturellen Argumente
  5. Die Grundlagen der finanziellen Bildung – Was jede Frau wissen sollte
  6. Praxisbeispiele und Werkzeuge – Konkrete Anwendung im Alltag
  7. Vorgeschobene Begründungen – »Ich verstehe das nicht« und andere Ausreden
  8. Gründe, sich nicht selbst um Finanzen zu kümmern – Ehrliche Analyse – und Widerlegung
  9. Finanzielle Planung für Frauen – Schweizer Spezifika und Lebensphasen
  10. Vorsorge-Lücken bei Frauen – AHV, BVG, Säule 3a – wo strukturelle Nachteile entstehen
  11. Geld in Beziehungen klären – Tabus brechen, Modelle finden
  12. Pensionierung aus Frauensicht – Was AHV-Reform und BVG-Reform bedeuten
  13. Investieren als Frau – Mythen abbauen, Praxis aufbauen

Sieben Kernthesen aus Band 4

Die zentralen Argumentationslinien des Buches – verdichtet auf sieben Aussagen.

1. Finanzielle Eigenverantwortung ist nicht verhandelbar

Wer die eigenen Finanzen anderen überlässt, gibt ein Stück Lebensautonomie ab. Das gilt unabhängig davon, ob die andere Person Mann, Eltern oder Berater ist.

2. Vorgeschobene Begründungen blockieren Lebenschancen

»Ich kann das nicht«, »Mein Mann macht das«, »Ich habe keine Zeit« – diese Sätze sind keine objektiven Hindernisse, sondern erlernte Selbstbegrenzungen, die strukturelle Nachteile zementieren.

3. Geld in Beziehungen ist ein Tabu, das geknackt werden muss

Die häufigste Frage in Schweizer Trennungen: »Wem gehört eigentlich was?« Wer das erst nach 15 Jahren Beziehung klärt, verhandelt aus der schwächeren Position.

4. Schweizer Frauen haben strukturelle Vorsorge-Lücken

Erwerbsunterbrüche durch Mutterschaft, Teilzeitarbeit und tiefere Einkommen führen zu spürbar geringeren AHV- und BVG-Renten. Das ist kein individuelles Versagen, sondern System.

5. Pensionierung trifft Frauen härter

Die durchschnittliche Frauenrente liegt rund 20–30 Prozent unter der Männerrente. Wer das nicht aktiv kompensiert, hat im Alter ein konkretes Problem – nicht ein abstraktes.

6. Finanzielle Bildung ist Empowerment

Wissen über Geld ist nicht trockene Theorie. Es ist die Voraussetzung dafür, eigene Lebensentscheidungen zu treffen – über Ehe, Beruf, Wohnort, Pensionierung.

7. Investieren ist nicht maskulin

Studien zeigen wiederholt: Frauen, die investieren, erzielen oft bessere Renditen als Männer – weil sie weniger handeln, weniger Egoprobleme haben und disziplinierter sind. Die Statistik widerlegt das Klischee.

Leseprobe

Aus dem Vorwort: Warum dieses Buch von einem Mann geschrieben wird

In meinen 15 Jahren Beratungspraxis habe ich ein wiederkehrendes Muster beobachtet: Frauen kommen seltener in eine erste Beratung. Wenn sie kommen, oft in Begleitung. Wenn sie allein kommen, meistens nach einer Lebenskrise – Trennung, Tod des Partners, plötzliche Verantwortung für eigene Finanzen, die jahrzehntelang ausserhalb des eigenen Blickfelds lagen.

Das ist kein Vorwurf an einzelne Frauen. Das ist ein strukturelles Problem, das tiefe Wurzeln hat: in Erziehung, in Beziehungsmustern, in der Art, wie unsere Gesellschaft Geld als »Männerthema« markiert hat. Aber strukturelle Probleme werden nicht durch strukturelle Klagen gelöst, sondern durch individuelle Entscheidungen – die irgendwann strukturell Wirkung entfalten.

Ich schreibe dieses Buch, weil ich die Konsequenzen aus zu vielen Beratungen kenne. Ich kenne die 60-jährige Witwe, die ihre Pensionskasse zum ersten Mal versteht, weil ihr Mann gestorben ist. Ich kenne die geschiedene 50-Jährige, die feststellt, dass das gemeinsame Vermögen nicht so gemeinsam war, wie sie dachte. Ich kenne die 30-jährige Karrierefrau, die mit Mitte 40 erkennt, dass die Pause für Kinder dauerhafte AHV-Lücken hinterlässt.

Diese Geschichten sind nicht zwangsläufig. Wer früh genug die richtigen Fragen stellt, kann sie umschreiben. Und genau das ist das Ziel dieses Buches: Sie zu den Fragen zu führen, die andere für Sie nicht stellen – und zu den Antworten, die nur Sie selbst geben können.

[Auszug aus dem Vorwort. Das vollständige Buch entwickelt diese Argumentation in 13 Kapiteln mit Schweizer Praxisbeispielen.]

Für wen dieses Buch geschrieben ist

Das Buch ist besonders relevant für:

Berufseinsteigerinnen

Sie verdienen den ersten eigenen Lohn und wollen finanzielle Eigenverantwortung von Anfang an aufbauen – statt erst mit 40 nachzuholen.

Frauen in Beziehungen

Sie leben in einer Beziehung, in der Finanzen nie wirklich gemeinsam besprochen wurden. Heisler liefert Gesprächsleitfäden und Klärungs-Modelle.

Frauen vor der Pensionierung

Sie sind direkt von der AHV-Reform mit Rente 65 betroffen. Was bedeutet das konkret für Sie? Welche Optimierungen sind jetzt wichtig?

Mütter mit Erwerbsunterbruch

Sie haben für Kinder pausiert oder reduziert. Das hat Vorsorge-Folgen, die jetzt aktiv kompensiert werden müssen – nicht erst mit 60.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Band 4.

Sind Finanzfragen wirklich anders für Frauen?

Strukturell ja. Erwerbsunterbrüche, Teilzeit, tiefere Einkommen, längere Lebenserwartung führen zu konkreten Vorsorge-Lücken. Die AHV-Reform mit Rente 65 verschärft das. Das sind nicht subjektive Unterschiede, sondern statistisch belegte Realitäten.

Was sind die wichtigsten Schweizer Vorsorge-Lücken bei Frauen?

Erstens AHV-Beitragslücken durch Erwerbsunterbrüche (oft nicht nachgezahlt). Zweitens BVG-Lücken durch Teilzeitarbeit unterhalb der Eintrittsschwelle. Drittens tiefere Einkommen, die zu tieferen Sparbeiträgen in Säule 3a führen.

Soll ich Finanzentscheidungen mit dem Partner zusammen treffen?

Gemeinsam besprechen ja, aber nie ohne eigene Meinung. Das Buch bietet Modelle, wie Paare Finanzen klären können, ohne dass eine Person die Verantwortung abgibt.

Wie überwinde ich finanzielle Ängste?

Mit Wissen. Die meisten finanziellen Ängste basieren auf Unkenntnis. Wer einmal versteht, wie AHV, BVG, Säule 3a funktionieren, hat 80 Prozent der Angst hinter sich. Das Buch erklärt das systematisch und ohne Fachjargon.

Was bringt das Buch, wenn ich schon Buchhalterin oder Finanzfachfrau bin?

Auch für Fachfrauen lohnt sich das Buch, weil es nicht primär Finanzwissen vermittelt, sondern den Übergang vom abstrakten Wissen zur persönlichen Anwendung – ein Schritt, den viele Fachfrauen paradoxerweise schwerer schaffen als Laien.

Was ist der Unterschied zu Band 9 'Empowerment für Frauen'?

Band 4 legt die Grundlagen finanzieller Eigenverantwortung. Band 9 baut darauf auf mit Empowerment-Strategien, Netzwerken, Investitionspraxis und Erfolgsgeschichten. Beide ergänzen sich.

Spricht das Buch auch geschiedene oder verwitwete Frauen an?

Ja, in einem eigenen Kapitel. Heisler behandelt die spezifischen finanziellen Herausforderungen nach Trennung oder Tod des Partners – inklusive Ehegüterrecht, AHV-Splitting und Pensionskassen-Aufteilung.

Über den Autor

FH

Frank Heisler

Schweizer Finanz- und Vorsorgeberater, Buchautor und Gründer der UFP GmbH (Unique Finance Planning) in Baar, Kanton Zug. Über 15 Jahre Beratungspraxis. Verbindet klassische Finanzplanung mit Entscheidungspsychologie und ganzheitlicher Lebensphasenbetrachtung.

Beruflicher Werdegang: Ausbildung als Elektriker, Datenverarbeitungskaufmann, Studiengänge an Schweizer Fachhochschulen, Tätigkeit in Schweizer Banken und der IT-Branche, seit 2010 selbstständiger Finanz- und Vorsorgeberater.

Werk: Autor von 19 Finanzbüchern – der 17-bändigen Reihe »Finanzen im Leben« sowie zwei Standalone-Werken aus 2025.

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